Mietwagen, Wohnmobil oder Motorrad in Los Angeles mieten? Das sind unsere Erfahrungen:

In Los Angeles braucht man auf jeden Fall einen fahrbaren Untersatz. Alles hier in Los Angeles ist auf's Auto ausgeleget. Selbst zum Geld abholen hat jede Bank die etwas auf sich hält einen Drive-through (richtiger: Drive-Inn) Schalter. Also, wenn ihr in eurem Los Angeles Urlaub auf ein Auto verzichten wollt, dann ist dieser Erfahrungs- und Empfehlungsbericht nichts für euch.

Für alle anderen gibt es hier wichtige, nützliche und interessante Tipps aus eigener, mehrfacher USA (6x) Erfahrung um sicher (ohne abgezockt zu werden) ein Auto, ein Wohmobil oder ein Motorrad zu mieten. Tipps zu Sightseeing Touren ergänzen diese Seite. Bei Fragen einfach Mail oben nutzen :-)

Selbst erfahren: Ein echtes Abenteuer - Mit dem Mietwagen durch die Straßen von LA

Ohne Mietwagen geht es in Los Angeles auf keinen Fall. Wirklich nicht, die Entfernung sind riesig, auch wenn es auf der Karte vielleicht nicht so aussieht. Man kommt also an einem Mietwagen nicht vorbei. Es gibt zwar soetwas wie einen Öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen und Metros in Los Angeles, aber der ist echt keine Alternative.

Es gibt viele Mietwagenfirmen in Los Angeles. Die größten sind Alamo, Avis, Budget, Dollar, Enterprise, Hertz, National, Sixt und Thrifty. An eine von diesen sollte man sich halten. Vom Flughafen in Los Angeles (LAX) aus fahren klimatisierte Shuttlebusse direkt zu den einzelnen Flughafen-Mietstationen der Mietwagen-Verleiher. Achtet im Flughafengebäude (nachdem ihr eure Koffer am "Baggage Claim" abgeholt habt) auf Schilder auf denen "Rental Car Shuttle" steht. Wichtig: In LAX hat jede Firma einen eigenen(!) Shuttle-Bus. Also bitte unbedingt drauf achten in welchen Shuttle-Bus ihr einsteigt. Die Fahrt ist immer kostenlos. Ein Trinkgeld wird aber gern genommen. (In Las Vegas ist das zum Beispiel anders. Hier gibt es ein(!) Center, dass sich alle großen Mietwagenanbieter teilen. Die Shuttle die in Las Vegas fahren werden gemeinsam genutzt.)

Man sollte den Mietwagen übrigens am besten immer im Voraus über einen deutschen Broker online buchen. Das geht auch einen Tag vorher online. Bitte nicht direkt vor Ort in der Filiale. Ihr werdet mit Sicherheit keinen so guten Preis wie über einen Preisvergleich mitteles Broker bekommen. Ohnehin müsst ihr aufpassen, was Versicherungsoptionen und Tankregelung angeht. Gerade wieder (im Januar 2019) mit Dollar erlebt. Hatten vorab mit Expedia gebucht. Beim Abholen wollte der Agent am Schalter von Dollar, uns tatsächlich erklären, dass es diese "Voll zu Voll" Tankoption in LAX nicht gebe. Das stimmt natürlich nicht. Wir haben bestimmt schon 30x mal in den USA einen Mietwagen abgeholt und das geht immer. Bitte bucht und besteht also darauf, dass ihr den Wagen voll bekommt (das ist standard) und ihn voll wieder abgebt (das ist DIE Option). Andernfalls zahlt ihr zu viel.

Besondere Mietwagen wie ein Ford Mustang Cabrio oder dieses strahlend-orangefarbene Camarao Coupé sind ebenso mietbar.

Mietwagenkosten

Einen kleinen Mietwagen (für 2 Personen + 2 Koffer + 2 Handgepäckstücke) gibt es ab ca. 33 Euro pro Tag bei 7-8 tägiger Mietdauer.

Empfehlung aus eigener Erfahrung: Mietwagen am besten vorab über deutschen Broker buchen

Ohne ins Detail gehen zu wollen, mehr Rechte, weniger Risiko. Wir haben bisher Mietwagen von Avis, Alamo, Budget und Dollar genommen. Meistens von Dollar, weil die Günstigsten waren. Bisher sind wir immer gut damit gefahren. Die Mietwagenflotte ist aktuell, die Wagen hatten alle Laufleistungen zwischen 5.000 und 25.000 Meilen was ca. 8.350 bzw. 42.000 km entspricht. Beim ersten Stay hatten wir einen Ford Escape beim zweiten mal einen Jeep Liberty. Beides gute Autos, wobei der Ford deutlich weniger verbrauchte. Die letzen Male haben wir immer die kleinste Klasse gebucht, reicht vollkommen aus. Die meisten Deutschen, die in den LA waren hatten zumindest zeitlang einen die Romantik bedienenden Ford Mustang als Convertible gemietet.

Mieten kann man zum Beispiel über einen Broker wie Expedia. Wenn man sowieso gerade ein Hotel in Los Angeles gebucht hat macht es Sinn, alle Buchungen (also Hotel, Flug, Mietwagen) in einem Konto zu verwalten. Bei Expedia kann man das z.B. machen, und ohne zu viel Werbung zu machen, ich finde das einfach komfortabel. Aber man kann natürlich auch bei Tui, Booking und so weiter buchen. Wer aber Expedia mag, kann also hier Mietwagenangebote vergleichen (externer Link).*

Wie funktioniert das mit dem Tanken in den USA?

Anders als in Deutschland wird in den USA VOR dem Tanken bezahlt. Man kann per Kreditkarte ein "Prepaid Approval" machen. Bis zu dieser im voraus geblockten Summe kann dann maximal getankt werden. Abgerechnet wird aber nur die tatsächlich getankte Menge. Cash geht aber auch. Bestellt wird so: "Please give me forty dollars on number seven." Man bekommt dann Sprit für 40 Dollar an Zapfsäule 7 frei geschaltet. Wenn man fertig getankt und die Summe nicht erreicht hat, kann man zurück zum Cashier (Kassierer) gehen und ihn um einen "Final Receipt" bitten. Man bekommt dann einen Beleg über die tatsälich zu zahlende Summe.

Grauer (rat-style)amerikanisher Straßenkreutzer an einer Tankstelle stehend.
Praxis-Tipps zum Tanken an einer US Tankstelle

TIPP 1:

Ist man vom Bezahlen zurück an der Zapfsäule muss man die Benzinqualität durch drücken der entsprechenden Taste wählen. Das Normalbenzin in den Staaten hat 87 Oktan, das reicht für jeden Mietwagen der mit Benzin fährt.

TIPP 2:

Bei unserem letzten Tripp nach Florida, also der super sonnige Sonnenstaat auf der Ostseite der USA, ist mir aufgefallen, dass zusätzlich noch die Aufnahme der Zapfpistole nach oben gedrückt werden muss, damit der Treibstoff fließt. In Kalifornien ist mir das bisher nicht aufgefallen.

Los Angeles an einem Tag mit dem Mietwagen entdecken

Erste Station: Walk of Fame mit Grauman's Chinese Theatre, Dolby (Kodak) Theatre

Als erstes fahren wir zum Walk of Fame, das kennt man aus dem TV wohl am besten. Auf der Fahrt einfach die Eindrücke genießen. Vom Walk of Fame sieht man auch schon das Hollywood Sign. Ein tolles Gefühl, wenn man es das erste Mal erblickt. Wir hatten das Glück, das Sign schon aus beim Anflug aus zu sehen, richtig geil.

Zweite Station: Vom Griffith Observatory Überblick verschaffen

Hier geht es uns weniger um das Observatorium als solches, als vielmehr um den fantastischen Ausblick auf a) Das Hollywood Sign und b) auf die Stadt Los Angeles und den Pazifik. Richtig gut.

Mit dem Mietwagen, einem in der Sonne silbern glänzenden Jeep, am Hollywood Sign parkend

Dritte Station: Über den Mullholland Drive zum Rodeo Drive in Beverly Hills

Über den Mulholland Drive fahren wir durch die Hollywood Hills. Der Mulholland Drive bietet fantastische Ausblicke auf die zahlreichen Villen der Stars, die hier leben. Viele Film- und Verfolgungsszenen wurden hier schon gedreht. Ihr werdet es wieder erkennen ;-) Unser Ziel ist der Rodeo Drive, hier shoppte Pretty Woman Julia Roberts nach herzenslaune.

Vierte Station: Crazy Venice Beach und Sonnenuntergang am Santa Monica Pier genießen

Am Venice Beach tummelt sich eine ganz besondere Spezies. Extrovertiert ist milde gesprochen. Schön auf anzusehen in jedem Fall. Wenn die Sonne untergeht kein ganz so gesunder Platz mehr, dann lieber zum Santa Monica Pier und den Sonnernuntergang genießen, beovor wir als Abschluss des 1tägigen Trips durch Los Angeles den Mietwagen zurückbringen.

Hier nochmal die LA-Sightseeing-Tages-Tour in der Kartenansicht


Freiheit pur: Mit dem Wohnmobil in Kalifornien auf großer Rundreise

(Anmerkung: Die Begriffe Reisemobil, Wohnmobil & RV Camper werden hier wechselnd verwendet meinen aber das gleiche Fahrzeug.)

Wer die absolute Unabhängigkeit und Freiheut auf seiner Reise durch das atemberaubend schöne Kalifornien sucht, für den ist ein Wohnmobil die richtige Wahl. Die Straßen sind in den USA sehr viel breiter als wir das von Europa kennen. Das fahren mit geringen Höchstgeschwindigkeiten (bis zu 65 miles per hour ~ 108 km/h) um ein vielfaches entspannter.

Hier sehen wir einen Ausschnitt der Webseite des größten Anbieters für Mietwohnmobile in den USA: Cruise America. Auf dem Bild steht das beliebteste Modell, ein Ford Alkovenaufbau in der Größe C25.

wohnmobil von Cruise America in seitlicher ansicht parkend in einem park aus nadelbäumen

Wissenwertes zu Klassen, Längen und Führerscheinen

In den USA gibt es die drei Klassen an Wohnmobilen: Class A, Class B und Class C. Nachfolgend die deutsche Entsprechung der US-amerikanischen RV-Klassen:

Längenangaben: Die Wohnmobile in den USA tragen immer eine Bezeichnung in Form von A31, B21 oder C19, C22 C25. Der Buchstabe gibt dabei die Klasse, die Zahl die Länge in Fuss english: foot (s)/ feet (p) an. Die sehr häufig anzutreffende Bezeichnung C25 beschreibt also einen Alkoven Aufbau mit einer Länge von 25 feet. Ein foot entspricht 30,48 cm. Das Wohnmobil hat also eine Länge von 7,62 m.

Führerschein für Wohnmobilfahrten: Anders als in Deutschland gibt es in den USA wohl keine Einstufung nach zulässiger Gesamtmasse des geführten Fahrzeuges. Deswegen ist der Führerschein Klasse B bzw. alte Klasse 3 nach intensiver Internetrecherche und überwiegender Quellenangabe wohl vollkommen ausreichend und kein Problem damit ein Wohmobil in den USA anzumieten. (Anmerkung: Ich darf keine Rechtsberatung vornehmen, daher entsprechend formuliert und keine Gewähr.)

Wenn man sich mit Wohnmobilen in den USA auseinandersetzt, dann liest man immer wieder von "RV". RV steht für Recreational Vehicle und umfasst sämtliche Freizeitfahrzeuge also alle Klassen an Wohnmobilen und Wohnwagen in den USA. Während Wohnwagen eher nicht zu bekommen sind, sieht es bei Wohnmobilen ganz anders aus: Die Auswahl an Mietfahrzeugen und Stellpätzen ist in den USA und vor allen Dingen in Kalifornien als eines der beliebtesten Urlaubsziele sehr groß. Vom einfachen Stellplatz bis zum luxuriösen Campingresort findet man mit der Google-Suche nach "RV Park" in Kalifornien alles was das Camperherz begehrt.

Hier eine Übersicht über die großen Wohnmobilvermietungen in den USA, die in Los Angeles eine oder mehrere Abholstation haben

In diesem Abschnitt verschaffen wir einen Überblick über die größten und bekanntesten Wohnmobilvermieter im Großraum Los Angeles.

Die Hauptstationen mit den meisten Wohnmobilen vor Ort:

Cruise America RV 2233 E 223rd St, Carson, CA 90810

Road Bear RV 28404 Roadside Dr, Agoura Hills, CA 91301

El Monte RV 12061 Valley Blvd, El Monte, CA 91732

Britz RV 28404 Roadside Dr, Agoura Hills, CA 91301

Apollo RV 8559 Artesia Blvd, Bellflower, CA 90706

Wenn man weit genug in die Karte hineinzoomt, kann man die Wohnmobile parkenderweise sehen.

Cruise America RV

Cruise Amercia ist der größte Anbieter von mietbaren Wohnmobilen. Insgesamt gibt es 123 Stationen. Neben Los Angeles auch in San Diego, San Francisco und Las Vegas. Bei jedem Reisebüro der USA Reisen anbietet ist Cruise America im Programm. Dass sie lange im Geschäft sind und das was sie tun lieben erkennt man an den perfekt aufbereiteten Informationen, die sie für Urlauber zu Verfügung stellen. Ganz besonders gehen sie hierbei auf Menschen ein, die noch nie ein Wohnmobil in den USA gefahren sind. Für viele ist es das erste Mal in so einem großen Wagen überhaupt und eines der letzten großen Abenteuer ;-)

Wer sich erstmal ein Video anschauen will, der kann sich die knapp 30 Minuten von Cruise Amerika ansehen. Hier bekommt Ihr eine Einführung in deutscher Sprache und erfahrt so alles wichtige was man im Umgang mit einem Wohnmobil in Amerika wissen muss und beachten sollte.

Ein Wohnmobil ab Flughafen Los Angeles mieten

In der Nähe des Flughafens LAX in Los Angeles haben einige Wohnmobilvermietungen ihre Mietstationen. Hier auf der Webseite von TUI Camper kann man beispielsweise genau so ein Wohnmobil C25 ab Los Angeles für eine Kalifornien Rundreise mieten. Für eine Mietdauer von 14 Tagen muss man ungefähr mit 1600 Euro an Mietkosten für den Camper rechnen. Hinzu kommen natürlich noch die Kosten für Treibstoff (es gibt Benziner und Diesel) und die Gebühren für die Campgrounds sofern man auf welchen steht. Die Kosten für das Wohnmobil sind in jedem Fall abhängig von den gebuchten Zusatzpaketen. Hier muss jeder selbst entscheiden was für einen persönlich sinnvoll ist und was nicht.

Bei TUICamper (Spezialabteilung vom Reiseveranstalter Tui) zum Beispiel gibt es verschiedene Leistungspakete die man bequem auf der Webseite miteinander vergleichen kann. Inklusivkilometer bieten sich bei einer Rundreise denke ich auf jeden Fall an. Wie man weiter unten an der klassischen Rundfahrt durch Kalifornien sehen kann kommen da schnell 3000 km zusammen was ungefähr 1800 Meilen entspricht. Wer sich also für einen Camper zur Miete in Kalifornien interessiert kann z.B. hier solche Wohnmobile vergleichen (externer Link)*

So könnte eine Rundreise durch Kalifornien mit einem Abstecher in die Spielermetropole Las Vegas aussehen

Diese Route einer Rundreise führt durch die wichtigsten und bekanntesten Orte in Kalifornien und nimmt das in Nevada gelegene Las Vegas gleich mit. Übrigens direkt auf dem Las Vegas Strip unmittelbar neben dem Hotel Circus Circus befindet sich ein Stellplatz für Wohnmobile.

  1. Los Angeles
  2. Malibu
  3. San Francisco
  4. Sacramento (Hauptstadt Kaliforniens)
  5. Yosemite National Park
  6. Death Valley National Park
  7. Las Vergas
  8. Joshua Tree
  9. San Diego
  10. Los Angeles

Erweiterungsmöglichkeit: Über die Route 66 zum Grand Canyon National Park in Arizona

Wer seine Reise ausdehen möchte und neben den Staaten Kalifornien und Naevada auch noch den US Bundesstaat Arizona bereisen möchte, der fährt von Las Vegas über die historische Route 66 (Wikipedia) zum Grand Canyon National Park (Wikipedia). Die Strecke von Las Vegas zum Grand Canyon National Park beträgt etwa 480 km bzw. 287 miles und ist ganz bestimmt nicht unspektakulär.


Mit der Harley durch L.A. - Hier kann man Motorräder leihen

Eine Motorrad, am besten natürlich eine originale Harley Davidson kann man zum Beispiel auf folgenden Webseiten mieten: